6. Schwangerschaftswoche: Symptome, Größe des Babys und was Dich erwartet
Symptome in der 6. SSW, erklärt von einer Gynäkologin. Erfahre mehr über die Entwicklung Deines Babys, warum die Übelkeit jetzt ihren Höhepunkt erreicht, was ein früher Scan zeigt und was Dich diese Woche genau erwartet.

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Sechste Schwangerschaftswoche. Vielleicht hast Du gerade erst die zwei Linien auf dem Test gesehen, und schon beginnt Dein Körper sich auf eine Weise zu verändern, die gleichermaßen aufregend wie – ehrlich gesagt – überwältigend sein kann. Die Übelkeit, die Dich begrüßt, noch bevor Du die Augen richtig geöffnet hast. Die Erschöpfung, die sich auch durch viel Schlaf nicht beheben lässt. Die empfindlichen Brüste, die plötzliche Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel und ein Schwindelgefühl, das ohne Vorwarnung auftritt.
All das ist normal – und all das hat einen tieferen Sinn.
In der sechsten Woche schlägt das Herz Deines Babys. Es ist kleiner als eine Linse, aber es wächst mit einer Geschwindigkeit, die schlichtweg außergewöhnlich ist: etwa 1 Millimeter pro Tag. Dieser sanfte Leitfaden, medizinisch geprüft von Dr. Preeti Agarwal, MBBS, D.G.O, begleitet Dich durch alles, was in dieser Woche passiert – in Deinem Körper und bei Deinem Baby.
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Wie weit bist Du wirklich?
In der 6. Schwangerschaftswoche befindest Du Dich im ersten Trimester, genauer gesagt in der sechsten Woche einer 40-wöchigen Schwangerschaft. Dies wird ab dem ersten Tag Deiner letzten Menstruation (LMP) gemessen, nicht ab dem Zeitpunkt der Empfängnis. Das bedeutet:
- Schwangerschaftsalter: 6 Wochen
- Tatsächliches fötales Alter: ca. 4 Wochen (die Empfängnis findet normalerweise zwei Wochen nach der letzten Periode statt)
- Trimester: Erstes (Wochen 1–13)
- Verbleibende Wochen: ca. 34 Wochen
Dein Baby in der 6. Woche: Größe und Entwicklung
In der sechsten Woche wird Dein Baby als Embryo bezeichnet – es wird erst ab Woche 10 als Fötus bezeichnet. Folgendes passiert gerade:
Größe
Dein Baby ist etwa 4–6 mm lang, ungefähr so groß wie eine Linse oder kleine Erbse. Trotz der winzigen Größe vollzieht sich die Entwicklung in einem bemerkenswerten Tempo.
Der Herzschlag
Das ist der große Meilenstein der sechsten Woche. Das Herz Deines Babys hat begonnen zu schlagen – typischerweise zwischen 100 und 160 Schlägen pro Minute. Dies ist oft das Erste, was bei einem frühen transvaginalen Ultraschall in diesem Stadium sichtbar wird.
"Das Hören oder Sehen des ersten Herzschlags im Ultraschall in der sechsten Woche ist einer der emotionalsten Momente in der frühen Schwangerschaftsvorsorge", sagt Dr. Preeti Agarwal. "Es bestätigt eine intakte Schwangerschaft in der Gebärmutter und gibt uns die erste wirkliche Gewissheit, dass sich die Dinge so entwickeln, wie sie sollten."
Neuralrohr und Gehirnentwicklung
Das Neuralrohr, das später zu Gehirn und Rückenmark wird, schließt sich in dieser Woche. Genau aus diesem Grund ist die Einnahme von Folsäure (oder Methylfolat) vor und in der frühen Schwangerschaft so entscheidend – sie reduziert das Risiko für Neuralrohrdefekte wie Spina bifida (offener Rücken) drastisch.
Erste Gesichtszüge formen sich
- Augenbläschen (die Anfänge der Augen) haben sich gebildet
- Ohrgrübchen (Ohröffnungen) sind vorhanden
- Kleine Armknospen und Beinknospen sind sichtbar
- Das Herz ist nun eine primitive Struktur mit vier Kammern
Die Plazenta
Die Plazenta entwickelt sich rasant und baut die Blutversorgung auf, die Dein Baby für den Rest der Schwangerschaft ernähren wird. Sie ist noch nicht voll funktionsfähig – der Embryo wird in diesem Stadium hauptsächlich durch den Dottersack versorgt.
6. Schwangerschaftswoche Symptome: Was Dich erwartet
Die 6-Wochen-Marke ist unter Schwangeren dafür bekannt, dass die Symptome nun oft am stärksten zuschlagen. Hier ist eine ausführliche Aufschlüsselung dessen, was Du vielleicht erlebst und warum.
1. Übelkeit (Morgenübelkeit, die nicht nur morgens auftritt)
Die Übelkeit in der sechsten Woche erreicht typischerweise ihren Höhepunkt oder beginnt, sich darauf zuzubewegen. Der Begriff "Morgenübelkeit" ist irreführend – für viele Frauen ist die Übelkeit den ganzen Tag über präsent.
Warum das passiert: Schnell ansteigende Spiegel von humanem Choriongonadotropin (hCG) – dem Schwangerschaftshormon – sind stark mit Übelkeit verbunden. Auch die Östrogenspiegel steigen stark an und tragen dazu bei. In der sechsten Woche verdoppeln sich die hCG-Werte etwa alle 48 bis 72 Stunden.
Was hilft:
- Alle 2–3 Stunden kleine, häufige Mahlzeiten essen, um Deinen Blutzucker stabil zu halten
- Ingwer in jeder Form – als Tee, Bonbons, Kekse
- Kalte Speisen und milde Kohlenhydrate (Cracker, einfacher Toast)
- Hydratisiert bleiben mit kleinen, häufigen Schlucken
- Trigger vermeiden: starke Gerüche, scharfe Speisen, fettige Lebensmittel
- Einen trockenen Cracker essen, bevor Du morgens aus dem Bett aufstehst
Wann Du Hilfe suchen solltest: Wenn Du 24 Stunden lang keine Nahrung oder Flüssigkeit bei Dir behalten kannst, Gewicht verlierst oder Dir beim Stehen schwindelig ist, kontaktiere Deine Ärztin/Deinen Arzt. Du könntest an Hyperemesis gravidarum leiden, einer schwereren Form der Schwangerschaftsübelkeit, die medizinische Betreuung erfordert.
2. Extreme Erschöpfung
Die Müdigkeit in der Frühschwangerschaft ist nicht mit gewöhnlicher Müdigkeit vergleichbar. Viele Frauen beschreiben das Gefühl, einen Marathon gelaufen zu sein – selbst nachdem sie 10 Stunden geschlafen haben.
Warum das passiert: Dein Körper baut ein komplett neues Organ (die Plazenta), erhöht Dein Blutvolumen und passt sich an eine erhebliche hormonelle Umstellung an. Progesteron, das in der Frühschwangerschaft dramatisch ansteigt, hat eine beruhigende, sedierende Wirkung auf den Körper.
Was hilft: Ruhe Dich aus, wann immer Du kannst. Kurze Nickerchen sind sehr vorteilhaft. Reduziere nicht zwingend notwendige Verpflichtungen. Eisenreiche Lebensmittel (dunkles Blattgemüse, Hülsenfrüchte, angereicherte Cerealien) können helfen, falls eine leichte Anämie mitspielt.
3. Brustspannen und Veränderungen
Deine Brüste können sich wund, schwer, geschwollen oder kribbelnd anfühlen. Die Warzenhöfe (der Bereich um Deine Brustwarzen) können dunkler und breiter werden.
Warum das passiert: Ein rascher Anstieg von Östrogen und Progesteron erhöht die Durchblutung der Brüste und löst Veränderungen im Gewebe aus, um sich auf das Stillen vorzubereiten. Kleine Erhebungen (Montgomery-Drüsen) können um den Warzenhof erscheinen – das sind Talgdrüsen, und sie sind völlig normal.
4. Erhöhter Geruchssinn (Hyperosmie)
In der sechsten Woche stellen viele Frauen fest, dass sich ihr Geruchssinn drastisch verstärkt hat. Kochgerüche, Parfüm, Benzindämpfe – Gerüche, die vorher neutral waren, können nun sofort Übelkeit auslösen.
Warum das passiert: Es wird angenommen, dass steigendes Östrogen die Geruchsempfindlichkeit erhöht. Man geht davon aus, dass dies ein evolutionärer Schutzmechanismus ist, um schwangere Frauen von potenziell schädlichen Substanzen fernzuhalten.
5. Häufiger Harndrang
Vielleicht fällt Dir auf, dass Du deutlich öfter auf die Toilette musst, auch nachts.
Warum das passiert: Dein Blutvolumen nimmt zu (um bis zu 50 % während der gesamten Schwangerschaft), was bedeutet, dass Deine Nieren mehr Flüssigkeit verarbeiten. hCG erhöht auch den Blutfluss in der Beckenregion. Zudem beginnt die wachsende Gebärmutter, Druck auf die Blase auszuüben.
6. Leichte Krämpfe und Schmierblutungen
Milde, periodenähnliche Krämpfe sind in der sechsten Woche häufig, da sich die Gebärmutter ausdehnt. Einnistungsblutungen – leichte Schmierblutungen, die auftraten, als sich der Embryo an der Gebärmutterwand anheftete – passieren typischerweise 6–10 Tage nach dem Eisprung, was oft mit der Zeit zusammenfällt, in der viele Frauen entdecken, dass sie schwanger sind.
Wann Du Deine Ärztin/Deinen Arzt anrufen solltest:
- Starke Blutungen (ähnlich einer Periode oder stärker)
- Starke, einseitige Bauchschmerzen
- Krämpfe kombiniert mit Schwindel oder Schulterschmerzen (mögliche Eileiterschwangerschaft)
7. Stimmungsschwankungen und emotionale Veränderungen
Sich weinerlich, ängstlich, reizbar oder überwältigend fröhlich zu fühlen – manchmal in rascher Folge – ist in der sechsten Woche völlig normal. Die hormonelle Kaskade der Frühschwangerschaft beeinflusst Neurotransmitter, einschließlich Serotonin und Dopamin.
Sei in dieser Zeit besonders liebevoll zu Dir selbst. Emotionale Schwankungen sind physiologisch bedingt, kein Charakterfehler.
8. Abneigungen gegen Lebensmittel und Heißhunger
Lebensmittel, die Du früher genossen hast, können plötzlich abstoßend wirken. Alternativ könntest Du Heißhunger auf sehr spezifische Dinge entwickeln – oft Kohlenhydrate oder kalte Speisen.
Warum das passiert: Die hormonellen Veränderungen der Frühschwangerschaft verändern Deinen Geschmacks- und Geruchssinn und erzeugen starke Abneigungen (am häufigsten gegen Fleisch, Fisch, Eier und Kaffee) und manchmal spezifische Gelüste. Beides wird durch dieselben hormonellen Mechanismen wie die Übelkeit gesteuert.
9. Blähungen und Völlegefühl
Progesteron entspannt die glatte Muskulatur im gesamten Körper – auch in Deinem Verdauungstrakt. Dies verlangsamt die Verdauung (um die Nährstoffaufnahme zu maximieren), was zu Blähungen, Völlegefühl und manchmal Verstopfung führt.
10. Leichte Kopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen sind im ersten Trimester aufgrund von Hormonschwankungen, erhöhtem Blutvolumen und Dehydration (besonders wenn Übelkeit das Trinken erschwert) häufig.
Sichere Optionen: Paracetamol (Acetaminophen) in der empfohlenen Dosis gilt in der Schwangerschaft als sicher. Vermeide Ibuprofen und Aspirin, es sei denn, es wurde ausdrücklich von Deiner Ärztin verordnet. Bleibe hydratisiert, ruhe Dich in einem abgedunkelten Raum aus und lege ein kühles Tuch auf Deine Stirn.
Was Du in der 6. Woche tun solltest
Buche Deinen ersten Vorsorgetermin
Wenn Du es noch nicht getan hast, rufe Deine Frauenärztin oder Hebamme an, um Deinen ersten pränatalen Termin zu vereinbaren. Dieser findet typischerweise zwischen der 8. und 12. Woche statt.
Was Dein erster Termin beinhalten wird:
- Bestätigung der Schwangerschaft
- Blutdruckkontrolle
- Bluttests (Blutgruppe, kleines Blutbild, Röteln-Immunität, STI-Screening)
- Besprechung der Krankengeschichte
- Datierungsultraschall (falls noch nicht geschehen)
Beginne (oder setze fort) mit pränatalen Vitaminen
Wenn Du noch kein pränatales Vitamin einnimmst, beginne jetzt damit. Die wichtigsten Nährstoffe für diese Phase sind:
| Nährstoff | Warum er in der 6. Woche wichtig ist |
|---|---|
| Folsäure / Methylfolat | Der Verschluss des Neuralrohrs passiert JETZT |
| Jod | Entscheidend für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem |
| Eisen | Unterstützt das erhöhte Blutvolumen; beugt Anämie vor |
| Vitamin D | Knochenaufbau und Immunentwicklung |
| DHA / Omega-3 | Gehirn- und Augenentwicklung |
Überprüfe Deine pränatale Ernährung
Nutze unseren Schwangerschaftsvitamin-Rechner, um zu verstehen, was Du in jeder Phase Deiner Schwangerschaft benötigst – personalisiert auf Deine Woche und Deinen Gesundheitszustand.
Was Du in der 6. Woche essen (und vermeiden) solltest
- Essen: Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, mageres Eiweiß, Milchprodukte oder angereicherte Alternativen, quecksilberarmer Fisch
- Vermeiden: Rohes oder nicht durchgegartes Fleisch und Fisch, weiche Rohmilchkäse, quecksilberreicher Fisch (Hai, Schwertfisch, Königsmakrele), Wurstwaren (es sei denn, sie werden dampfend heiß erhitzt), rohe Eier
- Einschränken: Koffein (unter 200 mg pro Tag), künstliche Süßstoffe, stark verarbeitete Lebensmittel
- Weglassen: Alkohol (es gibt keine sichere Menge in der Schwangerschaft)
6. Woche schwanger mit Zwillingen
Wenn Du Zwillinge erwartest (entweder früh durch eine Fruchtbarkeitsbehandlung festgestellt oder aufgrund höherer hCG-Werte als üblich vermutet), sind Deine Symptome in der sechsten Woche wahrscheinlich intensiver. Zwillingsschwangerschaften produzieren typischerweise höhere hCG-Spiegel, was sich in schwererer Übelkeit, früheren und ausgeprägteren Brustveränderungen und größerer Erschöpfung äußert.
Zwillinge sind typischerweise bei einem Ultraschall in der 6. Woche sichtbar, wobei zwei separate Fruchthöhlen (bei zweieiigen Zwillingen) oder gemeinsame Strukturen (bei eineiigen Zwillingen) erkennbar sind.
Was ein Ultraschall in der 6. Woche zeigt
Wenn Du in der sechsten Woche einen frühen transvaginalen Ultraschall hast, wird Dein Arzt nach Folgendem suchen:
- Fruchthöhle (Gestationssack) — eine runde Struktur, die in der Gebärmutter sichtbar ist
- Dottersack — ein kleiner Kreis innerhalb der Fruchthöhle
- Embryonalpol — die frühe embryonale Struktur (ist vielleicht gerade sichtbar)
- Herzaktivität — das flackernde Herzklopfen (normalerweise 100–160 Schläge pro Minute)
Nicht alle diese Dinge werden bei exakt sechs Wochen deutlich sichtbar sein. Wenn Du bei 5 Wochen und 5 Tagen oder 6 Wochen und 1 Tag gemessen wirst, ist der Herzschlag beim abdominalen Ultraschall möglicherweise noch nicht erkennbar (transvaginal ist in diesem Stadium empfindlicher).
Eine Wiederholungsuntersuchung eine Woche später wird häufig empfohlen, wenn die Befunde in der sechsten Woche noch unklar sind.
Wann Du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen solltest
Kontaktiere Dein Betreuungsteam umgehend, wenn Du Folgendes erlebst:
- Starke vaginale Blutungen (Durchtränken einer Binde)
- Starke, einseitige Becken- oder Bauchschmerzen
- Schmerzen in der Schulterspitze (ausstrahlender Schmerz durch innere Blutungen)
- Unfähigkeit, über 24 Stunden lang Flüssigkeiten bei Dir zu behalten
- Fieber über 38°C (100.4°F)
- Schmerzhaftes Wasserlassen (mögliche Harnwegsinfektion, die in der Schwangerschaft behandelt werden muss)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Ist es normal, in der 6. Woche keine Symptome zu haben? A: Ja. Die Erfahrung von Symptomen variiert enorm zwischen Frauen und sogar zwischen Schwangerschaften. Einige Frauen verspüren tiefe Übelkeit; andere spüren fast nichts. Das Fehlen von Symptomen bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt. Ein sichtbarer Herzschlag auf dem Ultraschall ist ein weitaus zuverlässigerer Indikator für die Gesundheit der Schwangerschaft als das Vorhandensein oder Fehlen von Symptomen.
F: Meine Übelkeit ist so schlimm, dass ich nicht essen kann. Was soll ich tun? A: Wenn Du 24 Stunden lang weder Essen noch Flüssigkeiten bei Dir behalten kannst, sehr wenig urinierst, Dich schwindelig fühlst oder Gewicht verlierst, wende Dich an Deine Ärztin. Es könnte sich um Hyperemesis gravidarum handeln, was behandelt werden muss. Es gibt sichere Medikamente gegen Übelkeit, die in der Schwangerschaft angewendet werden können.
F: Darf ich in der 6. Woche der Schwangerschaft Sport treiben? A: Für die meisten Frauen mit unkomplizierten Schwangerschaften ist moderater Sport sicher und vorteilhaft. Spazierengehen, Schwimmen, pränatales Yoga und leichtes Krafttraining werden im Allgemeinen empfohlen. Vermeide Kontaktsportarten, Springen mit starker Stoßbelastung und Übungen, bei denen Du flach auf dem Rücken liegen musst. Sprich immer mit Deinem Arzt, bevor Du ein Trainingsprogramm beginnst oder fortsetzt.
F: Sind Krämpfe in der 6. Woche normal? A: Leichte Krämpfe, ähnlich wie Menstruationsbeschwerden, sind in der 6. Woche häufig, da die Gebärmutter wächst und sich dehnt. Starke Krämpfe in Kombination mit Blutungen oder einseitigen Schmerzen erfordern jedoch eine sofortige medizinische Untersuchung, um eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft auszuschließen.
F: Wann wird die Morgenübelkeit aufhören? A: Bei den meisten Frauen erreicht die Übelkeit zwischen der 8. und 10. Woche ihren Höhepunkt und beginnt sich in der 12. bis 14. Woche zu bessern. Einige Frauen haben jedoch während der gesamten Schwangerschaft Symptome. Wenn Deine Übelkeit stark ist, besprich die Behandlungsmöglichkeiten mit Deinem Arzt – es gibt wirksame, schwangerschaftssichere Medikamente.
F: Kann ich meinen Freunden und meiner Familie in der 6. Woche sagen, dass ich schwanger bin? A: Das ist eine ganz persönliche Entscheidung. Viele Paare warten lieber bis nach dem 12-Wochen-Ultraschall (wenn das Fehlgeburtsrisiko deutlich sinkt), bevor sie es weitergeben. Es gibt jedoch keinen medizinischen Grund zu warten, und ein enges Unterstützungsnetzwerk kann im ersten Trimester sehr wertvoll sein.
F: Ich hatte einen positiven Schwangerschaftstest, aber noch keine Symptome. Ist das okay? A: Ja. Schwangerschaftssymptome können bei verschiedenen Frauen zu unterschiedlichen Zeiten beginnen. Einige spüren Symptome sofort nach einem positiven Test; andere bemerken vielleicht bis zur 7. oder 8. Woche keine signifikanten Veränderungen. Ein positiver Test ohne Symptome ist kein Grund zur Sorge.
Referenzen und weiterführende Literatur
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American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG): https://www.acog.org/womens-health/faqs/healthy-eating-during-pregnancy
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NHS — Week 6 of Pregnancy: https://www.nhs.uk/pregnancy/week-by-week/1-to-12/6-weeks/
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Mayo Clinic — Fetal Development Week 6: https://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/pregnancy-week-by-week/in-depth/prenatal-care/art-20045302
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WHO — Antenatal Care Recommendations: https://www.who.int/reproductivehealth/publications/maternal_perinatal_health/anc-positive-pregnancy-experience/en/
Medizinischer Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Hole bezüglich Deiner spezifischen Symptome, Testergebnisse und Schwangerschaftsbetreuung immer den Rat Deiner Ärztin, Deines Arztes, Deiner Hebamme oder eines qualifizierten Gesundheitsdienstleisters ein.
Über die Autorin
Abhilasha Mishra ist eine Autorin für Gesundheit und Wellness, die sich auf Frauengesundheit, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft spezialisiert hat. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Klarheit, Empathie und evidenzbasierte Begleitung für Mütter in jeder Phase ihrer Reise.